Donnerstag, 12. Dezember 2013

Fest der Liebe

und der Nächstenliebe.

Was aber hat dieses Fest mit einem Schaf zu tun?
 
Es hat etwas mit mir zu tun. ICH bin das Schaf, allerdings kein weißes,
sondern ein dummes und wieder einmal das schwarze Schaf.
Aber das kenne ich schon, so lange ich denken kann.
Warum ein schwarzes Schaf ?
Weil ich sage, was ich denke und nicht das, was  andere gerne
hören oder lesen möchten.
Genauso sind mir Menschen, die mir ihre ehrliche Meinung sagen und
dabei die Realität nicht aus den Augen verlieren, allemal sympathischer,
als Menschen, die mir nur nach dem Mund- oder alles schön reden.
 
Was das mit dem Fest der Liebe zu tun hat?
Seit vielen Jahren mache ich irgendeinem Menschen, von dem ich weiß,
dass er alleine ist, einsam ist, eine schwere Zeit durchmacht, kurz gesagt,
dem es gerade nicht besonders gut geht, zu Weihnachten eine Freude.
In diesem Jahr fiel es mir besonders leicht, einen solchen Menschen
zu finden und ich malte mir schon aus, wie überrascht dieser Mensch sein würde,
wenn er mein Weihnachtspaket in den Händen halten würde.

Kurzum dieser Mensch ist eine Bloggerin, deren Schicksal mich schon
seit Monaten berührt und deren Posts ich regelmäßig verfolge, um zu sehen,
wie sie ihre Situation meistert.
Als sich über einen längere Zeitraum auf ihrem Blog nichts rührte,
begann ich mir Sorgen um sie zu machen und begab mich im Internet auf die
Suche nach ihr. Ein paar Anhaltspunkte halfen mir schließlich ihren
neuen Wohnort ausfindig zu machen. Ich fand sogar ein paar Fotos und einen
kurzen youtube-Film von ihrem neuen Zuhause.
 
Dann, nach endlosen Wochen meldete sie sich ganz plötzlich zurück
und ich war irgendwie erleichtert. Es ging ihr gut, auch wenn die Situation,
in der sie sich befindet, eine ziemliche Herausforderung für sie darstellt und nicht
einfach zu bewältigen ist.
Mit Kommentaren zu ihren Blogeinträgen hielt ich mich allerdings zurück,
weil ich es als ziemlich schwierig empfand, die richtigen Worte zu finden.
Kein Mensch kann wirklich nachempfinden, wie es einem anderen Mensch
in einer solchen Situation geht, wenn er sich nicht selbst schon
einmal in einer solchen oder ähnlichen Situation befunden hat.
Außerdem reagiert, empfindet und handelt jeder Menschen anders.
Und die Situation dieser Bloggerin ist wirklich extrem, da die äußeren
Umstände alles andere als leicht und mal ebenso zu bewältigen sind.
Hinzu kommt, dass ihr nicht nur körperlich einiges abverlangt wird,
sie ist auch seelisch nicht gerade auf dem Höhepunkt ihre Lebens, obwohl sie sich,
wie sie schreibt, mit ihrem neuen Zuhause einen Traum erfüllt hat.
Ich habe sehr viel an sie denken müssen – eigentlich fast täglich.
  
Als ich allerdings vor einigen Tagen las, dass ihr nicht warm wird in diesem Haus
und dass sie nicht satt wird, stand für mich nun endgültig fest, dass sie es ist,
der ich in diesem Jahr mit einem Weihnachtspaket eine Freude machen möchte.
Voller Vorfreude darauf, wie überrascht sie sein würde, ein Paket von mir
zu erhalten, zumal ich so lange nicht unten denen war, die einen Kommentar in
ihrem Blog hinterlassen hatte und wie erstaunt sie sein würde,
dass ich sogar ihre Anschrift herausgefunden habe, begann ich zu packen.
 
Und so habe ich auch heute wieder in ihren Blog geschaut, um zu sehen,
wie es ihr geht. Leider musste ich auch lesen, dass sie keine Geschenke möchte.
Tja, nun is nix mehr mit Vorfreude und einem anderen eine Freude machen.

(Ein freundliches Schaf, das anderen gerne eine Freunde bereitet)
 
Ich mal wieder – das dumme, naive Schaf und ein schwarzes Schaf obendrein,
denn mir ist aufgefallen, dass sie mich – warum auch immer - aus ihrer Blogliste
entfernt hat – mal eben so. Tja, so sind sie die Menschen.
Keine Ahnung warum.

So viel zum Fest der Liebe und Nächstenliebe.

Warum ich das alles schreibe ?
Mir war danach !

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