Donnerstag, 28. Februar 2013

Von Kopf bis Fuß......

und mit Körper, Geist und Seele auf Frühling eingestellt. (Siehe oben).
Aber in diesem Jahr will er einfach nicht.
Nicht einmal ein wenig Sonnenschein lässt er durch die Wolken hindurch.
Von einem kleinen bisschen Wärme ganz und gar zu schweigen.


Wenn der Frühling nicht will, dann zaubere ich mir den Frühling eben selbst.
Nicht draußen im Garten - nein, drinnen im Haus und hier im Blog.
Ich werde ihn jetzt einfach ignorieren, den grauen und kalten Winter.
Ich werde mich weigern, ihm weiterhin Beachtung zu schenken.

Und dennoch wäre ich sehr dankbar, wenn jemand den Schalter finden würde,
mit dem man da draußen das große Licht einschalten kann.
Hier wird es seit Tagen nicht richtig hell.

Nicht, dass ich in eine Winterdepri verfalle,
nein, ganz im Gegenteil, - ich werde allmählich richtig sauer.
Meine gute Laune lässt von Tag zu Tag nach.
Mir fehlen die Endorphine, diese kleinen Glücksboten, die dem Gehirn
sagen - sie darf sich jetzt über den Frühling freuen und
beim Anblick all der Frühlingsboten im Garten,
ein paar Glückmomente erleben.
Aber nichts da, keine Endorphine - keine Glücksmomente -
sogar die Motivation für einen Frührjahrsputz fehlt.
Gut, auf den könnte ich gerne verzichten - aber auf Wärme und Sonne
eben nicht.
Seit Tagen verspricht mir das Barometer schönes Wetter.
Es steigt und kündigt ein "Hoch" an. Fragt sich nur wo ???!!!
Hier ist der Beweis vom 27.2.13


Wogegen der Wettermann im Radio nichts dergleichen auf seinem
Radarschirm entdecken kann. Wem soll ich nun glauben?

So, genug gejammert - ich bin selbst eine Verfechterin des Spruchs:
Gott gebe mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann.
Und genau das werde ich jetzt tun.

Ich werde ganz gelassen noch eine Holzscheite auf's Kaminfeuer legen.


~*~♥~*~

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Mittwoch, 27. Februar 2013

Wenn ich nur wüßte .....

was das ist !
Vor einiger Zeit habe ich dieses "Etwas" im Garten gefunden.
Ich habe so etwas noch nie vorher gesehen.
D.h., es kommt mir zwar irgendwie bekannt vor, aber ich kann
es einfach nicht zuordnen.
Es sieht aus wie eine winzige Lampe und hat einen Durchmesser von 4cm.


Es scheint eine vertrocknete Blüte zu sein - nur wovon ?



Was ist das?
Ich weiß es wirklich nicht.
Ist es nicht interessant, was die Natur so alles zaubern kann ?!


~*~


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Dienstag, 26. Februar 2013

Der kleine Grünling

Okay, ich gebe zu, sehr farbenprächtig ist er nicht,
der kleine Grünling, aber ich hoffe, dass es mir dieses Mal gelingt,
dieses kleine Geschöpf zu einem stolzen Gewächs heranzuziehen.
Noch steht der kleine Grünling wohlbehütet und warm an einem hellen Ort im Haus.
Im Sommer wird er dann im Kübel an eine sonnige Stelle in den Garten umziehen,
dieser kleine Emporkömmling.


In der freien Natur kann er eine Größe von bis zu 15 Metern erreichen,
zeigt aber erst nach 10 Jahren Wachstum die ersten Blüten.
Man braucht also viel Geduld, auch wenn man ihm beim Wachsen
zuschauen kann.
Als ich das Foto vor 1 Woche machte, war er 10 cm groß.
Inzwischen ist er schon auf stolze 23 cm gewachsen.
Früchte wird er in unseren Regionen nicht tragen,
denn sein Ursprungsland ist Südmexiko.

So, mein kleiner Grünling, Du hast es wunderbar geschafft,
dich aus deinem Kerngehäuse zu befreien, dann streng dich auch bitte
weiterhin ordentlich an, damit aus dir ein großer, starker Baum wird.
An mir soll es nicht liegen, denn ich werde dich hegen und pflegen
und dein Heranwachsen in regelmäßigen Abständen dokumentieren.

Ja, er hat auch einen Namen, der kleine Grünling.
Aber wollen wir den schon verraten?
Die Profis unter Euch haben ihn sicher längst erkannt - oder?

~* Nachtrag *~
Für alle, die ihn nicht erkannt haben:
Dieser kleine Grünling ist einem Advocado-Kern entschlüpft und
mir ist es zum ersten Mal gelungen, ihm dabei Hilfestellung zu leisten.

~*~

Und damit dieser Post nicht auch wieder nur weißgrün wird,
gibt es jetzt noch ein bisschen Farbe.



~*~~*~


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Montag, 25. Februar 2013

Alle Vögel sind schon da

Von wegen Frühling in Sicht.
Grün ist es, ja das stimmt, - allerdings weißgrün, denn all überall wirbelten
am Wochenende wieder weiße Flocken durch die frostige Luft und
die gefiederten Wintergäste hatten wieder verstärkt Hunger.
Alle kamen sie zu Besuch, um ihre Bäuchlein aufzufüllen.
Nur der Buntspecht kam nicht so richtig zum Zuge.


Der Arme klebte am Baum und musste zusehen, wie die anderen
Vögelchen sich bedienten. Die Blaumeise, der Kleiber im Abflug


 und die Amsel, die auf eine günstige Gelegenheit wartete,
das Futterhäuschen anzufliegen.


Hier sieht man sehr schön, auf welches Blütenmeer wir uns im Frühling
an den Rhododendren freuen dürfen.
In diesem Jahr haben sie extrem viele Knospen - so viele, wie
schon lange nicht mehr.
Natürlich werde ich diese Pracht dann wieder im Bild festhalten.


Der Buchfink sieht satt und zufrieden aus,


der Kohlmeise schmeckt es noch und


die kleine Blaumeise beobachtete mich skeptisch aus sicherer Entfernung.
Ach, die süßen, kleinen Piepmätze.
Ich könnte sie alle knuddeln :o).


Später kam der Buntspecht aber doch noch ran, an das Futter.
Mit einiger Verrenkung hatte er es schließlich geschafft,
seinen Kopf durch die seitliche Öffnung des Futterhäuschen zu stecken
und sich satt zu futtern.


Jetzt, da er einen Weg gefunden hatte, sich des Futters zu bedienen,
hat er die Amsel gleich mal in ihre Schranken gewiesen und seinen
Anteil am Futter vehement verteigt.

Zwischenzeitlich war der Garten wieder komplett weiß - und es war lausig kalt.
Ein ungemütlicher Nordostwind blies eisigkalte Luft in unsere Gefilde,
so dass man überhaupt keine Lust verspürte, das Haus zu verlassen.
Dabei erinnere ich, dass wir vor ein paar Jahren um diese Zeit -
zwar in dicken Jacken, - aber immerhin schon ein bisschen gegärtnert -
und den Tee draußen genoßen haben.


Brrrrrrrrrrrrrr, in diesem Jahr ist es dafür noch viel zu kalt.

Tja, und das waren sie dann wohl, die letzten Fotos vom Winter 2012/13.
Ade, lieber Winter und beehre uns mit deinem Besuch
bitte erst Anfang Dezember wieder.
Ab jetzt möchte ich nur noch farbenfrohe Motive vom Frühling und Sommer
mit viel blauem Himmel, Sonnenschein, Natur und blühenden Blumen,
Sträuchern und Bäumen fotografieren.

Das Frühjahr wird schon sehnlichst erwartet und der rote Teppich
ist auch schon ausgerollt - alles ist bereit und wartet nur noch
auf den Startschuss.

Also dann mal los !!!
Sorry, Joona, aber noch mehr Winter geht gar nicht ;o).


~*~~*~

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Sonntag, 24. Februar 2013

Leseprobe ( Teil V )

Heute gibt es die letzte Leseprobe zum
'Beginn vom Ende', da ich erst wieder fleißig weiterschreiben muss.
Also heute noch einmal ein kurzer Auszug aus meinem Buch-Projekt  (Teil V )


Auf eine sonderbare Weise, spürte ich, dass es falsch gewesen war, mich auf ihren Vorschlag eingelassen zu haben. Ich fühlte mich verloren und einsam. Die quälende Eifersucht nistete sich immer tiefer in meine Seele ein. Die Angst, Don an diese Frau zu verlieren, löste einen stechenden Schmerz in meinem Herzen aus. Ich spürte, wie eine dünne Schweißschicht meinen ganzen Körper überzog, als ich zum Straßenrand vorging, um die herannahenden Autos besser erkennen zu können. Ein grauer Vauxhall kam geradewegs auf mich zu. Er stoppte mit quietschenden Reifen direkt vor meinen Füßen. Hinter dem Steuer saß eine Schwarze, in deren Mundwinkel eine Zigarette klebte. Sie stieß die Tür von innen auf. „Steigen Sie ein,“ befahl sie mir. Eine Schwarze? Das konnte unmöglich diese Simone sein.
„Wie lange soll ich denn noch warten?“ fuhr sie mich mit der Zigarette im Mund an.
„Sind Sie Simone?“  
„Mein Name ist Jenny Rosengold. Simone war mein Künstlername,“ klärte sie mich mit ausdrucksloser Miene auf. Dann warf Sie mir einen harschen Blick zu. „Na, was ist? ..... Steigen Sie nun ein?“
Bestürzt über ihre ruppige Art sank ich in den Sitz. Don und eine Schwarze. Das traf mich völlig unvorbereitet. Während sie den Gang einlegte, betrachtete ich sie noch einmal verstohlen von der Seite. Wie eine Hexe sah sie ganz und gar nicht aus. Sie hatte ein hübsches Profil und rabenschwarzes, krauses Haar, das im Nacken zusammengebunden war. Ihre Haut war glatt, bis auf eine etwa zwei Zentimeter lange Narbe auf ihrer Wange. Sie war schlank und hatte wohlgeformte Beine. Mein Gott, dachte ich, diese Frau sollte wirklich schon vierundvierzig sein?
„Überrascht?“ fragte sie, wobei die Zigarette in ihrem Mund rauf und runter wippte, dann gab sie Gas.
„Ich hatte keine Ahnung, dass.....“
„Sie meinen meine Hautfarbe?“ Die Asche löste sich von der Zigarette während sie sprach und rieselte auf den Sitz zwischen ihre Beine. Sie trug kurze Shorts und ein ärmelloses schwarzes T-Shirt mit tiefem Rückenausschnitt. Als ich nichts sagte, nahm sie die Zigarette aus dem Mund und schnippte sie mit dem Finger aus dem Fenster. „Sehen Sie mich nur genau an. Und dann fragen Sie sich, was Don wohl mit so einer will. Mit so einer Alten.“ Sie lachte hämisch auf. „Wussten Sie nicht, dass ich beinahe sechzehn Jahre älter bin als er?“
Ohne den Blick von der schmalen, kurvenreichen Straße abzuwenden, fischte sie sich eine neue Zigarette aus der Schachtel. „Sind Sie jetzt wenigstens beruhigt?“
Ob ich beruhigt bin, fragte sie? Ich war keineswegs beruhigt. Weder über ihren rasanten Fahrstil, mit dem sie den Wagen um die scharfen Kurven den Berg hinauflenkte, noch darüber, dass sie plötzlich von dieser Straße in einen dichten Dschungel abbog und am allerwenigsten beruhigte mich die Tatsache, dass Don seit Monaten bei ihr wohnte. Wie in aller Welt konnte ich bei der Vorstellung, da Don jede Nacht in ihrem Bett an ihrer Seite verbrachte, beruhigt sein? Ich war aufgewühlt. Jeder Nerv meines Körpers war angespannt. Mein Herz schlug bis zum Hals und meine Hände zitterten.
Sie dagegen schien völlig gelassen. Die Zigarette im Mund und den Arm ins offene Fenster gelegt, steuerte sie den Wagen immer tiefer in den dichten Dschungel hinein. Kaum ein Sonnenstrahl drang noch durch die hohen tropischen Bäume, aus deren Kronen wilde Affen kreischten. Sie sprach kein Wort mehr während der langen Fahrt, die schließlich am Rand des Berges auf einer Lichtung endete. Dort, im Schatten alter Bäume und Palmen lag ein flaches Haus verborgen. Langsam ließ sie den Wagen auf der mit Kieselsteinen bedeckten Auffahrt ausrollen. „Wir sind da,“ sagte sie nur und deutete mir mit einem Wink an, ihr die schmale Steintreppe hinunter zu folgen, die seitlich am Haus vorbei auf eine weitläufige, überdachte Terrasse führte. Beim Ausblick, der sich mir von hieraus bot, hielt ich einen Moment lang den Atem an. Unterhalb des Berges, im kristallklaren Wasser einer malerischen Bucht, lagen einige Segelboote vor Anker. Und auf der gegenüberliegenden Seite, einem grünen Berghang, der sich in strahlendem Sonnenschein, aus dem Meer erhob, ragten einige weiße Villen heraus. Links neben der Terrasse, führte die Steintreppe weiter hinunter in einen verwilderten Garten, in dem zwischen Pinien und Kokospalmen ein Swimmingpool eingebettet war. Dort stand Don.

~*~*~*~
Das ist das Ende der letzten Leseprobe - gemein - oder?
Jetzt hab ich euch neugierig gemacht und ihr wisst nicht, wie es weitergeht.
Aber wie gesagt, es ist ja auch noch nicht ganz überarbeitet und fertig.
Ich danke allen, die sich die Zeit genommen haben, den Text zu lesen
und mir ihre Meinung mitzuteilen. DANKE !
Eine liebe Bloggerin hat mich sogar auf die Idee gebracht, das fertige Buch,
falls es denn dann jemals fertig werden sollte und nicht als "Das Unvollendete"
in irgendeiner Schublade landet, als E-Book anzubieten.
Nach einer entsprechenden Software habe ich schon Ausschau gehalten
und so wie es aussieht, auch etwas passendes gefunden.
Noch bietet sich das Wetter an, eifrig weiterzumachen, aber mit dem
Frühjahr und der anfallenden Gartenarbeit, sieht es dann zeitmäßig nicht mehr so gut aus.
Aber vielleicht bietet sich der Sommer und ein schattiges Plätzchen im Garten an,
mit dem Schreiben fortzufahren.
Ich möchte allerdings nichts versprechen, denn es kann auf jeden Fall
noch eine ganze Weile dauern.
Denn in Stress soll das ja alles nicht ausarten.

~*~*~*~
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Samstag, 23. Februar 2013

Leseprobe (Teil IV)

Es gibt noch eine weitere Leseprobe zum
'Beginn vom Ende'
ein kurzer Auszug aus meinem Buch  ( Teil IV )



Dann griff ich zum Telefon und rief Ian an. Ian, offenbar erstaunt über meinen Anruf zu dieser frühen Morgenstunde, brauchte einen Moment, bevor er begriff, worum es ging. „Nach St. Lucia?“ wiederholte er ungläubig.
„Ja, so schnell wie möglich. Fliegt eine deiner Maschinen heute morgen rüber?“
„Tja,... also,... Leo fliegt in zwei Stunden rüber.“
„Kann ich mitfliegen? Es ist wirklich wichtig,“ drängte ich ihn.
„Tja, ich weiß nicht. Wir mussten alle Sitze in der Kabine ausschrauben, weil wir in St. Lucia eine Fracht Breadfruits laden.“
„Das ist mir egal, ich kann mich ja auf den Boden knien. Hauptsache, ich kann mitfliegen.“
„Ja, wenn das so ist. Dann rufe ich Leo an und sage ihm Bescheid. Du müsstest allerdings in einer Stunde am Flughafen sein.“
„Kein Problem, bin schon unterwegs. Das schaffe ich. Danke Ian. Ich danke dir.“

Leo, ein Kanadier, den ich aus dem Pub kannte, wartete bereits mit einem Ticket für mich in der Abflughalle. „Was treibt dich denn so früh am Morgen nach St. Lucia?“
„Ach, es ist wegen der Firma. Eine dringende Sache. Ich muss Don unbedingt deswegen sprechen,“ log ich.
„Warum rufst du ihn nicht an?“
„Das ist es ja, ....ich kann ihn nicht erreichen.“
„Verstehe, na, dann wollen wir mal“
Dankbar, dass er mir keine weiteren Fragen stellte, hockte ich mich in der Kabine auf den Boden und schaute aus dem Fenster. Leo und sein Copilot, der sich über den unerwarteten Fluggast zu wundern schien, legten die Kopfhörer an und kurze Zeit später flog die DC3 über das Meer in Richtung St. Lucia. Was Ian mir nicht gesagt hatte, war, dass die Maschine nicht im Norden auf dem Vigie-Airport, sondern in Hewanorra, im Süden der Insel landete. „Wie komme ich denn von hieraus zum Vigie-Airport?“
„Du nimmst am besten ein Taxi,“ schlug Leo vor, „eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Es ist allerdings eine ziemlich lange Fahrt. Du musst ja einmal quer durch die Insel. Hoffentlich finden wir eins. Um diese Zeit kommen hier nämlich keine Touristenflüge an.“ Hilfsbereit begleitete er mich bis vor die Flughalle, wo ein einsamer, schrottreifer VW-Bus unter einem schattigen Baum auf Fahrgäste wartete. Leo steuerte geradewegs auf ihn zu. Ein Schwarzer saß, den Kopf auf die Arme gelegt, hinter dem Lenkrad und schlief.
„He Mann, wach auf.“ Leo rüttelte am Arm des Mannes, der, so unsanft geweckt, erschrocken hochfuhr und die Augen aufriss. „Ja Mistah?“
„Du musst diese junge Dame zum Vigie-Airport fahren. Okay?“
„Ja Mistah. Zum Vigie-Airport. Okay Mistah.“
„Na dann mal los.“ Leo half mir in den Bus. „Und keine Umwege. Verstanden?“
Der Fahrer ließ den Motor aufheulen. „Ja Mistah. Keine Umwege. Verstanden.“ Ruckweise setzte sich der Bus in Bewegung und folgte geräuschvoll der schmalen, asphaltierten Straße, die quer durch die Insel führte. Während eine üppige, exotische Vegetation; eine Landschaft, aus sattgrünen Hügeln und Tälern an mir vorbeiflog, waren meine Gedanken bei Don. Auf einmal bemerkte ich, dass der Fahrer mich im Rückspiegel beobachtete. Schlagartig wechselten meine Gedanken zu dem Angst einflößenden Taxifahrer in Trinidad. Und obwohl der Bus gerade durch einen menschenleeren, dicht bewachsenen, tropischen Dschungel rollte, verspürte ich keine Angst. Es kümmerte mich nicht. Ich wollte nur wissen, wo Don war.
Am späten Vormittag setzte mich der Fahrer vor dem Flughafen ab. Ich drückte ihm einen Schein in die Hand, dann ging ich in die Halle um zu telefonieren. Während Fluggäste vergnügt plaudernd auf die Taxis zuliefen, suchte ich den kleinen Platz vor dem Flughafen nach dieser Frau ab, von der ich annahm, dass sie aussah, wie eine Hexe.


 ~*~*~*~
 
Das Leben schreibt doch immer noch die besten und spannendsten Geschichten - oder?
Morgen gibt es noch eine weitere und vorerst letzte Leseprobe,
denn es handelt sich ja eigentlich noch um ein Buch-Projekt,
also um ein Manuskript, das ich zur Zeit mal wieder überarbeite
und so allmählich beenden möchte. Das kann allerdings noch dauern.
So ein Buch schreibt sich einfach nicht von heute auf morgen :o)).
Für ein kurzes, ehrliches Feedback, ob Euch gefällt,
was ihr bisher gelesen habt,  würde ich mich freuen und sage hier schon mal
danke dafür.
Falls ihr mir eure Meinung/Kritik nicht öffentlich im Kommentarbereich mitteilen möchtet,
könnt ihr mir auch gerne eine Email senden.

~*~

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Freitag, 22. Februar 2013

Ein Frühlingswochenende .....

ist immer noch nicht in Sicht. Es flöckelt weiter.
Gestern wirbelten den ganzen Tag über immer mal wieder
dicke Schneeflocken durch die Luft und - man glaubt es kaum -
dazu schien sogar die Sonne.
Das ist auch eher selten.


Um mir die Wartezeit zu verkürzen, versammeln sich nun
immer mehr Frühlinsgboten in der Küche.

 

Kein wöchentlicher Einkauf, ohne dass mich jetzt nicht
auch ein paar Frühlingsblüher nach Hause begleiten.


Die Auswahl wird immer größer und die Qual der Wahl
nimmt zu.
In dieser Woche habe ich mich für kleine, weiße, japanische Primelchen
von Mr. Matsunaga entschieden, die in Holland aufgewachsen sind
und nun bei uns ihr neues Zuhause gefunden haben.
Später werden sie dann auf ein kleines, helles, sonniges Fleckchen
in den Garten umziehen,
die kleinen weißen, japanischen Primelchen.

Nun blüht auch schön weiter, ihr kleinen Japanerinnen !

~*~*~*~

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Donnerstag, 21. Februar 2013

Der Beginn vom Ende ( Teil III )

Auszug aus meinem Buch ( Teil III )
Eine weitere kurze Leseprobe.

Nach drei Tagen, an denen ich vergeblich auf seinen Anruf gewartet hatte und nach einer weiteren unruhigen Nacht, in der Eifersucht, Zorn  und die schmerzliche Angst Don zu verlieren, mir den Schlaf geraubt hatten, griff ich zum Telefon und wählte die Nummer dieser Frau in St. Lucia. Ich wollte ihr Don nicht so einfach überlassen, nicht ohne um ihn gekämpft zu haben, nicht ohne von ihm zu erfahren, dass er mich nicht mehr liebte, dass er unsere Liebe wegwerfen wollte, um bei dieser Frau zu bleiben.
Es dauerte eine Zeitlang, bis jemand den Hörer abnahm. „Hallo?“ meldete sich die kindliche Stimme eines jungen Mädchens.
„Hallo,“ erwiderte ich, “könnte ich Don bitte sprechen.“
„Don schläft aber noch,“ kicherte das Mädchen verhalten.
Mein Atem stockte. Mein Herz setzte einen Schlag lang aus. Er war also wirklich da, schlief sogar dort. Ich brauchte einen Moment um zu begreifen, dass meine größte Angst Wirklichkeit geworden war. „Würdest du ihn bitte wecken und ans Telefon holen?“
„Aber,.... ich weiß nicht,“ zögerte das Mädchen.
„Bitte sei so lieb und hole ihn ans Telefon, ja? Es ist sehr wichtig,“ bat ich sie noch einmal nachdrücklich und hörte, dass sie den Hörer neben das Telefon legte und davonging. Meine Anspannung wuchs ins Unermessliche. Die Vorstellung, ihn, sobald er den Hörer in die Hand nahm, endlich mit der Wahrheit zu konfrontieren und ihm vorwerfen zu können, dass er mich über Monate hinweg betrogen und belogen hatte, löste zwar eine gewisse Genugtuung in mir aus, die Angst jedoch, ihn für immer zu verlieren, überwog. Den Hörer dicht am Ohr, hörte ich, wie Schritte sich dem Telefon näherten. Jemand nahm den Hörer in die Hand. „Hallo?“ meldete sich eine Frauenstimme.
„Hier ist Mrs. Evans. Ich möchte meinen Mann sprechen.“
„Was wollen Sie von ihm?“
Der harte Klang ihrer Stimme und der herrische Tonfall, rief eine tiefe Verachtung in mir hervor und veranlasste mich, im gleichen Ton zurückzuschlagen. „Immerhin bin ich seine Frau. Vielleicht sollte ich Sie fragen, was Sie von ihm wollen.“
„Ich will gar nichts von ihm,“ gab sie schroff zurück.
Ein paar Sekunden lang, in denen ich versuchte, mir diese Frau vorzustellen, verschlug es mir die Sprache. „Wie bitte? ..... Wie meinen Sie das?“ 
„Das müssten Sie doch selbst am besten wissen.“    
Allmählich wurde ich wütend. „Holen Sie ihn nun ans Telefon, oder nicht? Ich muß ihn sprechen.“
„Dann kommen Sie doch her.“
Wollte sie mich auf den Arm nehmen? Was war das für eine Frau? Diese schroffe Art? Die rauhe, kalte Stimme? Wie aus dem Nichts tauchte auf einmal ein Bild dieser Frau vor meinen Augen auf. Es war eine Frau, mit einer dicken Warze im Gesicht und Lockenwicklern im Haar. Eine, die beim Sprechen eine Zigarettenkippe im Mundwinkel behielt, während der Rabe auf ihrer Schulter, einen Tropfen aus dem Glas nippte, das sie in der Hand hielt. Eine Hexe. 
„Na was ist?“ fuhr mich diese Hexe an, „ich kann nicht den ganzen Tag auf eine Antwort warten.“
Ich musste diese Frau sehen, musste wissen, wie sie wirklich aussah. Ich musste erfahren, warum Don sich zu dieser Frau  hingezogen fühlte. Warum er unsere Liebe für diese Hexe wegwerfen wollte. „Ich komme,“ hörte ich mich sagen.
„Na also,“ brummte sie, „rufen Sie mich vom Flughafen aus an. Ich hole Sie ab.“
War ich noch bei Sinnen? Auf was ließ ich mich da ein? Ihre Worte hallten dumpf in meinem Ohr nach, als ich begann meine Reisetasche zu packen.

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Mittwoch, 20. Februar 2013

Der Beginn vom Ende (Teil II)

Auszug aus meinem Buch (Teil II)
 


Arthur Wilbey starrte mich an, als habe er eine giftige Kröte verschluckt. „Äh,..... jetzt verstehe ich,“ stammelte er. „Ich,...ich weiß wirklich nicht, was ich  sagen....“
„Schon gut Mr. Wilbey,“ beruhigte ich ihn, während der stechende Schmerz mein Herz zu zerreißen drohte und quälende Gedanken mir den Verstand raubten. Wie konnte Don mir das antun? Wie konnte ich ihm vertrauen, wenn er mich derart belog und betrog? Während ich ahnungslos zu Hause saß und auf seinen Anruf wartete, war er aus St. Lucia zurückgekommen und verbrachte nur ein paar Kilometer entfernt die Nacht mit dieser Frau in diesem Hotel.  Was dachte er sich dabei? Glaubte er etwa, er könne dieses Spiel auf Dauer weitertreiben? Warum sagte er mir nicht endlich die Wahrheit? Wehmütig starrte ich auf das Glas in meiner Hand. Dann trank ich es in einem Zug leer, um den Schmerz, der die Grenze des Erträglichen erreicht hatte, zu betäuben. „Schon gut, Mr. Wilbey, ich mache Ihnen keinen Vorwurf. Im Gegenteil. Ich bin Ihnen sehr dankbar.“
„Was,.... was haben Sie jetzt vor?“
„Das weiß ich noch nicht,“ gab ich ehrlich zu.
Arthur Wilbey rutschte nervös in seinem Sessel hin und her. „Wissen Sie, ich möchte nicht,....“
„Woher kennen Sie diese Simone eigentlich?“ unterbrach ich ihn, nachdem ich mich halbwegs gefangen hatte.
Auf diese Frage schien er nicht gefaßt zu sein. Er richtete sich kerzengerade auf, dachte einen Moment nach, dann nahm er sein Glas in die Hand. „Aus ihrer Zeit in London. „Sie hat dort als Model gearbeitet, bevor sie Joshua kennenlernte. Aber das ist lange her.“
„Sie ist Engländerin?“
Er schüttelte den Kopf. „Nein, nein, sie ist aus St. Lucia. Ihr Mann war Engländer.“
„War?“
„Tja, wie ich bereits sagte, er ist vor Jahren plötzlich spurlos verschwunden. Nach der Hochzeit hat er das Haus auf St. Lucia gebaut. Sie waren auch eine Zeitlang sehr glücklich.  Aber dann hat er sich in gewisse Geschäfte eingelassen,... na ja, Sie wissen schon und eines Tages war er dann verschwunden. Manche vermuten, daß die Mafia dahintersteckte.“
„Hört sich eher an, wie ein schlechter Roman.“
„Ach wissen Sie, ich weiß ja nicht, wie lange Sie schon in der Karibik leben, aber in all‘ den Jahren, die ich hier verbracht habe, überrascht mich eigentlich nichts mehr. Hier auf den Inseln ist  alles möglich.“ Er lachte bitter.
„Wie alt ist diese Simone eigentlich?“
„Simone? Sie meinen Jenny. Simone war damals ihr Künstlername.  Sie müßte jetzt ungefähr vierundvierzig sein.“
„Was denn? Vierundvierzig. Sind Sie sicher?“
Er nickte. „Ja, das müßte ungefähr hinkommen.“
Im Stillen rechnete ich schnell nach. Denn wenn das stimmte, dann wäre sie zehn Jahre älter als ich und genau sechzehn Jahre älter als Don. Sechzehn Jahre älter als Don! Unmöglich. Don würde doch nicht,... nein, .... eine Jüngere ja, aber eine, die sechzehn Jahre älter war als er? Unvorstellbar. „Würden Sie mir ihre Telefonnummer geben?“
„Hören Sie, ich möchte wirklich nicht,...“
„Bitte,“ unterbrach ich ihn, „ich verspreche Ihnen, daß sie nie etwas von dieser Unterredung erfahren wird.“
Arthur Wilbey sah mich einen Moment argwöhnisch an, dann stand er auf, ging zum Schreibtisch und kam mit einem Notizbuch in der Hand zurück. „Also schön, schreiben Sie.“
Dankbar notierte ich mir die Telefonnummer meiner Rivalin, dann stand ich auf und reichte Arthur Wilbey die Hand. „Dieses Gespräch hat nie stattgefunden.“

Als ich im Auto saß, spürte ich, dass mir Tränen in die Augen stiegen. Die gnadenlose Wahrheit zu erfahren, diese entsetzliche Gewißheit zu haben, daß Don mich mit dieser Frau betrog, war mehr, als ich verkraften konnte. Ich wollte die Wirklichkeit nicht wahrhaben, sehnte mich zurück nach den Jahren, in denen wir glücklich waren. Ich wollte an diesen Jahren festhalten, wollte mich nicht mit der Erinnerung begnügen. Doch ich spürte, daß diese Jahre vorbei waren. Die Zeit ließ sich nicht zurückdrehen; der Lauf der Dinge nicht aufhalten. Ich mußte mich diesem Schicksal beugen. Aber warum versuchte Don so angestrengt, mir sein Verhältnis zu dieser Frau zu verheimlichen? Sollte ich jetzt, da ich die Wahrheit kannte, nicht erst mit ihm reden, bevor ich mich dem unvermeidlichen Schicksal ergab?


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Fortsetzung folgt !

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