Donnerstag, 10. Mai 2012

Der Monstersturm.

Diese Wolke jagte mir vor ein paar Tagen hier am Niederrhein einen ordentlichen
Schreck ein.
Als ich sie sah, dachte ich sofort an einen Tornado, aber es war tatsächlich nur
eine harmlose Wolkenformation, die ein wenig Wind mitbrachte.

Sie hat mich jedoch sofort an den richtigen Orkan erinnert, den, der mit 280 kmh
(in Worten = zweihundertachtzig Stundenkilometer)  über die Insel fegte.
Den Hurrikan, der David hieß und mir panische Angst eingejagt hat.
Er zog Ende August 1979 über die Karibik hinweg und tötete 1.400 Menschen.
Er richtete in der gesamten Karibik, vor allem auf den Bahams, in der
Dominikanischen Republik und auf Dominica extremen Schaden an.
Es war mein erster Hurrikan, den ich in der Karibik erlebte, aber es sollte nicht
der letzte sein, denn nur einen Monat später kündigte sich bereits der
nächste Orkan an: Hurricane Frederic mit 200 kmh.

Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich wirklich Todesangst hatte.
Diese Gewalt und dieser ohrenbetäubende Lärm, den ein Hurrikan verursacht,
kann sich keiner vorstellen, der das nicht selbst erlebt hat. Es hörte sich an, als
würden zehn Jumbo Jets gleichzeitig vor dem Haus landen und es niederrammen
wollen. Im Haus mussten wir uns anschreien, um uns zu verständigen.

Noch heute habe ich bei jedem Sturm und Gewitter schreckliche Angst,
auch wenn es sich nur um ein harmloses Unwetter handelt.


Ich habe, als ich nach Deutschland zurückkehrte, meine Erlebnisse in der Karibik
in einen Roman gefasst und in einem Manuskript festgehalten. Nun kann ich
jederzeit nachlesen, was sich damals so alles zugetragen hat.
Es waren so abwechslungsreiche und spannende Jahre; man könnte glatt
einen Film daraus machen.
Wer Lust und Zeit hat, kann hier einen kurzen Ausschnitt zu meiner
Begegnung mit Hurrikan David lesen:
  
Der Hurrikan

  ~*~
 
Wünsche einen unwetterfreien Tag.
Lasst es Euch gut gehen.

Laura



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Spruch des Tages:
Kein Mensch kann beim anderen sehen und verstehen,
was er nicht selbst erlebt hat.
Hermann Hesse
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Kommentare:

  1. Liebe Laura, eine aufregende spannende Geschichte hast Du da geschrieben . Muß erste einmal Luft holen, hat mich richtig gefasst.
    Da kann ich mir gut vorstellen, das Du Todesangst hattest.

    Eine schöne Idee alles im Wort fest zu halten, hilft das erlebte zu verarbeiten und es nicht zu vergessen.

    Deinen Schreck, bei diesem Wolkengebilde kann ich gut verstehen.

    Wünsche Dir einen schönen ruhigen Tag, am Nachmittag soll es hier auch Gewittern.

    Liebe Grüße
    *Angelika*

    PS, war heute wieder zur Wassergymnastik und kühle jetzt mein Bein.

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  2. Es hat mir in der Tat geholfen alles Erlebte in diesen Jahren zu verarbeiten, liebe Angelika, und außerdem sind Erinnerungen etwas sehr Kostbares, denn sie sind unser Leben und das hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind.
    Ich habe unendlich viel gelernt - hoffe ich jedenfalls :o).

    Hoffentlich geht es Deinem Bein etwas besser. Pass' gut auf Dich auf.
    Hab' noch einen schönen Tag und sei
    ganz lieb gegrüßt
    ~*Laura*~

    PS: Bitte kein Gewitter :o(.

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  3. Das stimmt liebe Laura, die Erinnerungen sind unser Leben....

    Als das damals mit meinem Sohn passiert ist, habe ich Tag für Tag Tagebuch geschrieben um das alles zu verarbeiten. Es hat mir sehr geholfen.

    Meinem Bein geht es besser, war heute das erste Mal wieder im Wasser, hab anschliessend gut gekühlt damit das warme Wasser nicht wieder eine Entzündung macht.

    Wünsch Dir noch einen schönen entspannten Abend.

    Liebe Grüße
    *Angelika*

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Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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